Sehr nettes Uri Geller Interview – HAHA GEDISST!

Da wird der Herr Geller aber ziemlich fertig gemacht ;)

Pro Sieben hat einen Mann eingespannt, dem ein heißer Draht zu allem Außerirdischen nachgesagt wird: Uri Geller. Bald wird er die Zuschauer in einer Live-Show einladen, Botschaften ins All zu schicken. Im Interview auf WELT ONLINE spricht er über sein Erfolgsgeheimnis, den Umgang mit seinen Kritikern und sein Verhältnis zu Angela Merkel.

WELT ONLINE: Mister Geller, kennen Sie den Film „Mars Attacks!“ von Tim Burton?

Uri Geller: Klar, kenne ich „Mars Attacks!“. Ich gucke mir solche Filme unheimlich gerne an. Von Steven Spielbergs „E.T.“ bis „Independence Day“ von Roland Emmerich

WELT ONLINE: „Mars Attacks!“ erzählt die Geschichte der Invasion extrem bösartiger Marsbewohner, die beinahe zur Vernichtung der Erde führt. Ein realistisches Szenario?

Geller: Ich glaube nicht, dass Außerirdische, die unseren Planeten besuchen, feindlich sind. Wenn das so wäre, hätten sie die Erde schon vor langer Zeit zerstört. Denn wenn sie die Technologie hätten, durch Raum und Zeit zu reisen, hätten sie auch Waffen, die unseren überlegen sind.

WELT ONLINE: Was macht Sie so zuversichtlich, dass es überhaupt außerirdisches Leben gibt?

Geller: Ich habe schon als Zweijähriger geglaubt, dass es jenseits der Erde Leben gibt. Mein Vater war Soldat im arabisch-israelischen Krieg, er brachte leere Patronenhülsen mit nach Hause. Ich habe damals geträumt, ich sei ein Astronaut, der in dieser Hülse ins All fliegt, um Aliens zu treffen. Dabei hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen Science-Fiction-Film gesehen. Später habe ich in Mexiko bei einem Ausflug zu den Pyramiden der Mayas einen 2000 Jahre alten Stein entdeckt, in dem jemand das Bild eines Astronauten geritzt hatte. Unglaublich, oder?

WELT ONLINE: Nein, gar nicht. Vielleicht war das Bild ganz frisch. Und der Zeichner hatte Humor.

Geller: Nein, ich glaube, der Stein mit der Zeichnung war wirklich so alt. Für mich ist er ein Beweis dafür, dass wir in der Vergangenheit schon Besuch von Aliens hatten –allerdings von friedlich gesinnten.

WELT ONLINE: Aber bei Ihnen hat noch keiner an der Haustür geklingelt?

(eine Glocke schrillt im Hintergrund)

Geller: Bleiben Sie bitte eine Sekunde dran, es geschieht gerade etwas sehr Merkwürdiges. (kichert)

(einen Moment später)

So, da bin ich wieder. Wir hatten einen Stromausfall, deshalb sprang die Alarmanlage an. Komisch, das ist noch nie passiert.

WELT ONLINE: Vielleicht verfüge ich über übersinnliche Fähigkeiten.

Geller: (lacht) Vielleicht sind Sie ein Alien. Wer weiß? Ich habe die Alarmanlage jedenfalls wieder ausgeschaltet.

WELT ONLINE: Wenn Sie am 15. November für Pro Sieben mit dem Radioteleskop Stimmen in den Weltraum senden, müssen wir uns also nicht auf das Schlimmste gefasst machen?

Geller: Nein, gar nicht. In erster Linie wird es eine unterhaltende Show für die ganze Familie. Unterhaltend deshalb, weil das, was wir zeigen, so bizarr ist. Wir haben interessante Gäste wie einen Astronauten, der schon einmal auf dem Mond war …

WELT ONLINE: …oder Nina Hagen, die pantomimisch ein Ufo im Landeanflug nachspielen kann.

Geller: Ich weiß nicht, ob sie das kann, denn ich kenne sie gar nicht. Dass sie von seltsamen Vorgängen erzählt, heißt aber nicht, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Sie hat eben ihre eigenen Theorien zu außerirdischem Leben. Und das ist der Stoff für gute Unterhaltung. Auf dem Höhepunkt der Sendung werde ich den Zuschauern übrigens Tipps geben, wie sie Reaktionen von Außerirdischen provozieren können.

WELT ONLINE: Mmmmh …

Geller: Ich höre schon, Sie sind skeptisch. Zugegeben: Das klingt merkwürdig. Aber so ist nun mal das Leben. Unendlich merkwürdig.

WELT ONLINE: Und was machen Sie, wenn das Feedback aus dem All erst Lichtjahre später auf der Erde ankommt?

Geller: Ach, die Show ist auch so unterhaltsam genug.

WELT ONLINE: Aber selbst wenn eine Antwort aus dem All zurückkäme, wie könnte ich da sicher sein, dass sie tatsächlich von einem Alien stammt – und nicht von dem ebenfalls in der Show anwesenden Vincent Raven, dem Gewinner TV-Talentshow „The next Uri Geller“?

Geller: Nein, nein. Wir werden mit einem Radioteleskop von SETI (Search For Extraterrestial Intelligence) in den Weltraum horchen, das ist eine seriöse Organisation,?

WELT ONLINE: …die so effektiv arbeitet, dass ihr der ehemalige Hauptsponsor, die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, inzwischen den Geldhahn abgedreht hat. Herr Geller, können wir uns darauf einigen, dass der ganze Zauber gar keinen pseudo-wissenschaftlichen Anstrich braucht, weil hierzulande sowieso jeder weiß, dass Sie ein Entertainer und kein Magier sind.

Geller: Ich glaube, Sie verstehen da etwas grundlegend falsch. Nehmen Sie zum Beispiel Barack Obama. Ich halte ihn für einen großartigen Entertainer. Er ist extrem charismatisch. Aber das muss nicht bedeuten, dass er kein seriöser US-Präsident werden wird. Jeder, der Erfolg hat, ist ein Showkünstler. Und nennen Sie mir einen Showkünstler, der nicht umstritten ist. Ich habe viele Kritiker, die meinen Fähigkeiten nicht vertrauen.

WELT ONLINE: Kein Wunder. Ihre Löffel verbiegen sich ja nur dann vor der Kamera, wenn Sie die Möglichkeiten hatten, sie vorher zu präparieren.

Geller: Sie spielen wahrscheinlich auf meinen Auftritt in der Tonight Show mit Johnny Carson 1973 im amerikanischen Fernsehen an. Dieser Auftritt war großartig für mich. Je mehr die Leute über mich reden, desto besser ist es für Uri Geller. Was sie sagen, ist mir egal – solange sie meinen Namen richtig buchstabieren. So ist die Legende von Uri Geller doch erst entstanden: Weil sich die Leute den Kopf darüber zerbrochen haben, ob ich meine Löffel vor dem Biegen chemisch präpariert habe. Das war die beste PR, die ich mir vorstellen konnte. Ich musste sie nicht mal bezahlen. Ich bekam sie geschenkt.

WELT ONLINE: Dreistigkeit hat schon immer gesiegt.

Geller: Jede Medaille hat zwei Seiten. Ich kann auch seriös sein. Es gibt Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit meinen Fähigkeiten beschäftigen.

WELT ONLINE: Es gibt aber auch Videos auf YouTube, die Sie als Schwindler entlarven. Sie zeigen, wie Sie einen Kompass mit einem Magneten manipulieren.

Geller: Glauben Sie wirklich, dass ich so dumm wäre, dass ich mir vor acht Kameras einen Magneten über den Finger stülpen würde? Sie können mir ja mal einen Löffel mitbringen.

WELT ONLINE: Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.

Geller: Das ist unmöglich. Ich habe lediglich meine eigenen Finger berührt. Wir sollten besser das Thema wechseln.

WELT ONLINE: Stimmt, wir kommen sonst noch zu der Frage, wie viel Prozent Ihrer Zuschauer Sie in Deutschland überhaupt noch ernst nehmen.

Geller: Ach, kommen Sie. Ich kann über meine Parodisten lachen. Wissen Sie, wie viele Witze über John McCain kursieren? Oder über Miss Merkel? Ich spiele diesbezüglich in derselben Liga wie diese beiden. Das ist doch fantastisch, oder?

Quelle: Welt Online

Veröffentlicht am 16. November 2008 in Fun und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Walter-Jörg Langbein

    Der Interviewer ist ja sooo klug und witzig. Und stellt sooooo schlaue Fragen. Ein Beispiel: »WELT ONLINE: Und was machen Sie, wenn das Feedback aus dem All erst Lichtjahre später auf der Erde ankommt?«

    Wie bitte? Lichtjahre später? Da hat der Herr Interviewer wohl eine kleine Lücke in der Allgemeinbildung! Ein Lichtjahr ist keine Zeitangabe… sondern eine Entfernungsangabe. (1 Lichtjahr ist der Weg, den das Licht in einem Jahr zurücklegt!)

    Witz und Ironie allein reichen nicht aus….

    Walter-Jörg Langbein

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: